Wirksamkeit? Wirksamkeit!

Erst wollte ich eine lange Einleitung schreiben. Ist bei diesem Thema aber nicht zielführend. Das Thema ist digital, schwarzweiß und einfach: Entweder fange ich in einem Unternehmen ein Vorhaben, Konzept oder ein Projekt an, um es zielgerichtet umzusetzen – oder ich lasse es. Alles andere ist Verschwendung.

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Bild von Erik Stein – via pixabay.com – Lizenz CC0 Public Domain

Eine Binsenwahrheit. Wirklich?

Das Kommunikationsunternehmen, in dem von gezählten 110 internen Projekten bereits 70 im Sande verlaufen sind. Das Leitbildprojekt, dessen Ergebnis nach wenigen Wochen keine Rolle mehr spielt. Das Qualitätsmanagementsystem, dass jedes Jahr monatelang ignoriert wird, bis der Zertifizierter kommt. Das neue EDV-System, dass keiner nutzt.

Alles schon erlebt. Eine furchtbare Verschwendung der knappen Ressourcen im Betrieb.

Was passiert da?

Eine Theorie besagt, dass Manager betriebliche Methoden und Konzepte implementieren wollen, weil die gerade „in“ sind. „Management by symbolic action“. Manche Methoden sind teilweise bereits Standards in einer Branche, z.B. Arbeitsschutz- oder Qualitätsmanagementsysteme. Also führt man sie formal ein. Manche EDV-Systeme werden zuerst eingeführt und dann beginnt man sich zu fragen was man im Detail damit eigentlich anfangen will.

Oder die Führung ist nicht wirklich bereit, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um das „Neue“ wirklich wirksam umzusetzen. Nach dem Motto: „Wasch mich, aber mach mich nicht nass.“

So macht ein Projekt oder Vorhaben nur wenig Sinn: geringe Wirksamkeit, Frust bei den Betroffenen und wenig Aussicht auf Verbesserung – das Thema ist dann oft verbrannt.

Daher steht bei unseren Projekten die Frage nach den Zielen eines Projektes ganz am Anfang. Außerdem steht immer öfter eine Frage an die Unternehmensleitung im Vordergrund: „Sind Sie wirklich bereit, alles Notwendige zu veranlassen, damit das Projekt ein Erfolg wird?“ Das hilft, die Projektinhalte und vor allem den Einführungsprozess genau auf einen Aspekt zuzuschneiden: Wirksamkeit.

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Christian Tönne (Geschäftsführender Gesellschafter – toenne@ecco.de)

Sind Sie loyal?

Ich finde, es wird Zeit, einen etwas in Vergessenheit geratenen Begriff mal wieder hervorzuholen und etwas zu entstauben: „Loyalität“. Warum? Weil wir bei manchen Kunden Probleme bei der Umsetzung beobachten – geplante Veränderungen, Projekte, Leitbilder oder wichtige Regularien funktionieren nicht. Das hat viel mit dem (Nicht-)Verhalten von Führungskräften und Schlüsselmitarbeitern zu tun.

Und hier kommen wir zu unserem Begriff: Denn, wenn man aus solchen Situationen mal das Grundsätzliche destilliert, was beobachtet man dann? Mangelnde Loyalität. Mangelnde Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber, dem Vorgesetzten, den Regularien und Standards des Unternehmens. Dies betrifft natürlich besonders die oben angesprochene Personengruppe. Ein zu hartes Urteil?

Es droht Glaubwürdigkeitsverlust

Vielleicht nicht, wenn man sich mal die Konsequenzen fehlender Loyalität anschaut. Vordergründig: Vorgaben werden nicht umgesetzt. Dies kann allein für sich schon kostspielig sein. Aber auch: die gesamte innnere Glaubwürdigkeit des Unternehmens oder der Abteilung wird nachhaltig beschädigt. Und dabei spielt es am Ende keine Rolle, ob die Führungskraft selbst Vorgaben nicht umsetzt oder es einfach nur zulässt, dass in ihrem Bereich Vorgaben nicht umgesetzt werden.

Das Problem: Glaubwürdigkeit und Vertrauen sind knallharte Wirtschaftsfaktoren. Ein Projekt, das beispielsweise einmal nicht richtig umgesetzt wurde schadet zweifach: der beabsichtigte Nutzen kann nicht erschlossen werden und das Vertrauen in den Willen und die Fähigkeit solche Themen umzusetzen sind nachhaltig beschädigt. „Das hatten wir schon einmal, das hat damals auch nicht funktioniert“, hören wir dann oft von Mitarbeitern oder Führungskräften.

Auch von Mitarbeitern Loyalität einfordern

Menschen funktionieren nicht auf Knopfdruck. Veränderungen, wie neue Prozesse, oder Regelungen müssen vernünftig kommuniziert und umgesetzt werden. Aber auch die Adressaten sind in der Pflicht, das Gewollte loyal zu behandeln, auch, wenn es unangenehm ist. Eine loyale Führungskraft steht zu Ihren Themen und Aufgaben und vertritt sie mit Kraft und Glaubwürdigkeit.

Dies schließt auch die Zivilcourage ein, für die richtigen Lösungen und die notwendigen Ressourcen zu streiten sowie loyal zu den eigenen Mitarbeitern zu stehen. Wahrlich eine anspruchsvolle Aufgabe und manchmal ein Ritt auf der Rasierklinge. Vielleicht hilft dabei der Begriff „Loyalität“ ein wenig, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Auf jeden Fall ist Loyalität ein Thema, dass man hin und wieder thematisieren und vor allem auch einfordern sollte.

Spannend zum Abschluss dabei auch ein Blick in das Online-Lexikon: „Loyalität bedeutet, im Interesse eines gemeinsamen höheren Zieles, die Werte (und Ideologie) des Anderen zu teilen und zu vertreten bzw. diese auch dann zu vertreten, wenn man sie nicht vollumfänglich teilt, solange dies der Bewahrung des gemeinsam vertretenen höheren Zieles dient.“ Quelle: Wikipedia.

Christian Tönne

Christian Tönne

Berichterstattung: Neue EU Richtlinie zu Nachhaltigkeitsberichterstattung fordert mehr Transparenz

Berichterstattung: Neue EU Richtlinie zu Nachhaltigkeitsberichterstattung fordert mehr Transparenz

Ende Februar 2014 haben sich die EU-Mitgliedsstaaten auf eine Berichtspflicht zur gesellschaftlichen Verantwortung („CSR-Richtlinie“) geeinigt. Im Rahmen ihrer jährlichen Rechnungslegung werden im öffentlichen Interesse stehende Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitenden dazu verpflichtet, ab 2017 eine sog. nichtfinanzielle Erklärung in den Lagebericht aufzunehmen. Ziel der CSR-Richtlinie ist es, die Relevanz, Konsistenz und Vergleichbarkeit offengelegter nichtfinanzieller Informationen zu erhöhen.

Fällt ein Unternehmen unter die Berichtspflicht, sind zu den Themen: Umwelt, soziale Belange, Arbeitnehmerbelange, Achtung der Menschenrechte und die Bekämpfung von Korruption Angaben zur jeweiligen Strategie, zu den erzielten Ergebnissen sowie zu den wesentlichen mit den Themen verbundenen Risiken zu machen. Verschiedene Experten weisen bereits jetzt darauf hin, das auch kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) von der Richtlinie „betroffen“ sein werden. So wird vermutet, dass die CSR-Richtlinie den Trend verstärken wird, dass entlang von Lieferketten Informationen zu CSR-Belangen auch von KMU angefordert werden, ohne dass diese der gesetzlichen CSR-Berichtspflicht unterliegen. In diesem Zusammenhang fordern verschiedene Verbände einen „akzeptierten, freiwilligen Berichtsstandard“ für solche Informationen.

Verweis auf Richtlinie: „Richtlinie 2014/95/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Oktober 2014 zur Änderung der Richtlinie 2413/34/EU im Hinblick auf die Angabe nichtfinanzieller und die Diversität betreffender Informationen durch bestimmte große Gruppen und Unternehmen.“, ABI. L 330/1 v. 15.11.2014

Karsten

Karsten Uphoff (Berater – uphoff@ecco.de)

Energieaudits für Nicht-KMU

Das am 15.04.2015 verabschiedete Energiedienstleistungsgesetz verpflichtet alle Nicht-KMU zur Durchführung von Energieaudits nach DIN 16247-1 (Deadline 05.12.). Unternehmen sind nun damit konfrontiert, das kurzfristig erlassene Gesetz umzusetzen, um den angekündigten Strafzahlungen von bis zu 50.000,- Euro zu entgehen. Die gleichzeitig schlechte Verfügbarkeit von zugelassenen Energieauditoren stellt hier ein zentrales Problem dar. Es ist deshalb fraglich, ob und wie die BAFA entsprechende Forderungen geltend macht. Wir bleiben dran und informieren Sie gern!

Meike

Meike Cordts (Beraterin – cordts@ecco.de)

Lebenswegbetrachtung im Zuge der Revision der ISO 14001

Zu den wesentlichen Änderungen im Zuge der Revision der ISO 14001 gehört der Nachweis einer Lebenswegbetrachtung bei der Ermittlung bedeutender Umweltaspekte.  Danach sollen auch die Rohstoffgewinnung, die Entwicklung, die Herstellung, der  Transport, die Nutzung und Entsorgung der Unternehmensleistungen im Zuge der Bestimmung relevanter Umweltaspekte einbezogen werden.  Dabei kann – was ausdrücklich erwähnt wird – auf die Aufstellung einer detaillierten Ökobilanz verzichtet werden. Eine „sorgfältige Betrachtung“ der steuer- und beeinflussbaren Phasen des Lebensweges gilt als ausreichend.

Was heiß nun aber:

„[…] sorgfältige Betrachtung der Abschnitte des Lebensweges […]“

Für die Bestimmung der bedeutenden Umweltaspekte (entlang des Lebensweges) gibt es kein einzelnes – quasi zugelassenes – Verfahren. Grundsätzlich gilt gleichwohl: Um Verbesserungspotentiale ableiten zu können, sollten die Stoff- und Energieströme so differenziert wie möglich bestimmt werden. Nur so kann lokalisiert werden, wo Emissionen, Abfälle, Ressourcenverbrauch etc. verringert werden können. Das heißt aber nicht, dass Unternehmen jetzt für jedes Produkt, jede Komponente oder jeden Rohstoff eine gesonderte Lebenswegbetrachtung vornehmen  müssen.  Tätigkeiten, Produkte und Dienstleistungen können bspw.  gruppiert oder kategorisiert werden, wenn diese gemeinsame oder ähnliche Eigenschaften haben. Ob die Betrachtung des Lebensweges jeweils notwendig ist,  hängt dabei von verschiedenen Kriterien ab – diese können den vermuteten Umweltaspekt selbst betreffen (z. B. Typ, Größe, Häufigkeit etc.) oder auch die vermutete Umweltauswirkung (z. B. Ausmaß, Schwere, Dauer, Exposition).

Karsten

Karsten Uphoff (Berater – uphoff@ecco.de)

Dokumentenmanagement für IMS

Insbesondere im Bereich der Managementsysteme ist ein funktionierendes Dokumentenmanagementsystem wichtig und kann viel Arbeit ersparen! Die Lenkung von Dokumenten sowie die Lenkung von Aufzeichnungen aus den internationalen Normen, wie ISO 9001 oder ISO 14001, stellen Ansprüche an die Verfügbarmachung aktueller Informationen sowie an ihre Dokumentation. Hier bietet SharePoint Lösungen.

Dokumente können in Bibliotheken mit entsprechenden Metadaten (beschreibenden Informationen – bspw. Kategorie, Abteilung, …) abgelegt werden. Die Dokumente können von Mitarbeitenden mit entsprechender Berechtigung ausgecheckt und bearbeitet werden. Personen mit Genehmigungsrechten können diese freigeben, veröffentlichen und/oder genehmigen. Eine Versionsverwaltung speichert darüber hinaus alle Veränderungen mit Datum und Kommentaren.

Drag & Drop sowie die Integration in den Explorer und den Arbeitsplatz machen das Arbeiten extrem einfach. Ein Highlight ist auch die Individualisierung der Ansicht, die Filtermöglichkeiten, Kategorisierungen, Gantt-Charts oder Datenblattansichten zum schnellen bearbeiten der Metadaten bieten. Die starke Verknüpfung & Abstimmung mit der dominanten Office-Software von Microsoft ist ein weiterer Vorteil.

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Jens

Jens Heinemann (Berater – heinemann@ecco.de)

SharePoint als zentrale Kommunikationsplattform

Organisation und genau hier bietet sich SharePoint als zentrale Kommunikationsplattform an. Warum?

Das Microsoftprodukt ist hervorragend in die alltägliche Office-Landschaft integriert, bietet eine Vielzahl von Schnittstellen, ist mit Windows-Servern kostenlos mitlizensiert und vor allem einfach in der Bedienung. Unternehmensinterne Informationen können zentral bereitgehalten werden und Mitarbeitende sich problemlos auf der betriebssystemunabhängigen Plattform austauschen.

Funktionen, wie Ankündigungen, Unternehmenskalender, Aufgabenlisten, Dokumentenbibliotheken, Wikis oder Team- und Projektseiten helfen bei der Zusammenarbeit. Nützlich sind insbesondere auch die bereitgestellten Versions- und Genehmigungsfunktionen.

Mittlerweile setzen viele Unternehmen auf SharePoint als zentrale Kommunikationsplattform – insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen.

Jens

Jens Heinemann (Berater – heinemann@ecco.de)