Moderner Arbeitsschutz – Schutz für die Seele

Sicherer Umgang mit Maschinen und schlagfestes Schutzequipment – das waren Zeiten, als Arbeitsschutz noch rein technisch und überschaubar war und sich an handfesten Maßnahmen orientierte. Der Ursprung ist in der Industrialisierung zu sehen und auch heute noch aktuell. Denn Unternehmen sind gesetzlich dazu verpflichtet zu analysieren, wo Arbeitnehmer potenziellen Gefahren ausgesetzt sind und müssen entsprechende Gegenmaßnahmen treffen.

Aber: Seit 2014 wird das Arbeitsschutzgesetz durch die Forderung nach der Beurteilung psychischer Belastungen komplettiert. Eine menschenwürdige Gestaltung des Arbeitsumfeldes rückt verstärkt in den Fokus: Dies betrifft Organisation und Struktur sowie den Umgang miteinander. Zudem ist die Grenze zwischen Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung nahezu nicht mehr existent, so dass der Erhalt der Gesundheit zu einem der Kernthemen des Arbeitsschutzes wird. Und immer mehr rücken psychisch bedingte Erkrankungen in den Vordergrund. So ist laut AOK Fehlzeiten Report 2013 die Zahl der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen um 66% in den vergangenen 10 Jahren gestiegen. Moderner Arbeitsschutz lässt sich also nicht delegieren sondern ist elementares Führungsthema! Die Verschiebung der Kernthemen des Arbeitsschutzes äußert sich auch in der Vorgehensweise zur Einführung und Aufrechterhaltung eines Arbeitsschutzmanagements. Der systematische Umgang zur Reduzierung belastender Bedingungen ist Voraussetzung für den Erfolg und für eine gesunde Leistungskultur. Partizipation und Kommunikation rücken in den Vordergrund.

Katrin

Katrin Sulmann (Berater – sulmann@ecco.de)

 

 

Revision 9001: Herausforderung: „Wissen managen“

Die neue Revision der 9001 fordert von den Unternehmen das Management qualitätsrelevanten Wissens auf Unternehmens- und Prozessebene. Hier gilt es Lösungen zu finden, die auf Bestehendem aufsetzen, die einen unkomplizierten Zugang bieten und die Unternehmen nicht überfordern. Es gilt, die Normanforderungen zu erfüllen und es muss ein klarer Nutzen generiert werden.

Hier bietet die Software MS SharePoint von Microsoft viele Vorteile: mit geringem Anpassungsaufwand sind standardisierte Funktionen, wie abteilungs- oder prozessspezifische Intranet-Seiten, Dokumentenmanagementfunktionen (Versionisierung, Suche…) oder Wikis möglich. So ist es möglich, eine dezentrale Erfassung von Dokumenten, Informationen, Plänen, technischen Zeichnungen durch die Mitarbeitenden zu organisieren. Beispielsweise könnten Mitarbeitende in einem Prozess-Wiki Handlungsanweisungen, Erfahrungen etc. selbstständig erfassen. Eine leistungsstarke Suche unterstützt dieses „Unternehmensgedächtnis“. Die Integration mit anderen Microsoft-Produkten erleichtert die Arbeit. So können Maßnahmen direkt Mitarbeitenden zugeordnet und diese per Mail benachrichtigt werden. Viele unserer Kunden nutzen SharePoint mittlerweile intensiv und weiten die Nutzung auf neue Anwendungsfälle aus, was aufgrund der Flexibilität von SharePoint kein Problem darstellt. Aus unserer Sicht ist dieses Werkzeug ideal, wenn es darum geht, mit wenig Aufwand einen großen Schritt zu mehr Effizienz und Transparenz zu gehen.

Christian Tönne

Christian Tönne (Geschäftsführender Gesellschafter – toenne@ecco.de)

Lean Office Coachings: „gesunde“ Leistungsfähigkeit

Der Stressreport 2012 der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zeigt auf, wie sich der Stand der psychischen Arbeitsanforderungen beschreiben lässt: „viel gleichzeitig, schnell und auf Termin, immer wieder neu, aber auch oft das Gleiche“.
Auch wenn am Ende die Produktivität des Unternehmens im Mittelpunkt steht, kann diese nur mit gesunden Mitarbeitenden erreicht werden. Lean Office ist somit (auch) ein Ansatz zur Förderung der psychischen Gesundheit. Die persönliche Arbeitsorganisation steht im Fokus individueller Coachings. Je nach Ausgangslage

können sie unterschiedlichen Charakter und verschiedene Zielstellungen annehmen, z.B.:

  • mehr Überblick über bestehende Aufgaben
  • bei den vielen Dingen nichts vergessen
  • weniger fremd gesteuert zu agieren
  • planvoller und vorausschauender zu handeln
  • nach Hause gehen mit dem Gefühl „was geschafft zu haben“
  • auch in Zeiten, in denen Mehrarbeit unumgänglich ist, einen klaren Kopf bewahren und selbstbestimmt handeln

In individuellen Prozessen und ständiger Reflexion werden Ziele definiert und Umsetzungsvorhaben generiert.

Katrin

Katrin Sulmann (Berater – sulmann@ecco.de)

ISO 9001:2015: Aus „Verantwortung der Leitung“ wird „Führung und Verpflichtung“

Im Zuge der Revision der ISO 9001:2015 soll die oberste Leitung sehr viel stärker als bisher in die Pflicht genommen werden. Diese trägt jetzt mehr Verantwortung für die Wirksamkeit und die Leistungsfähigkeit des QM-Systems, aber: Was erwarten die Zertifizierungsunternehmen konkret von der obersten Leitung?

Aus „Verantwortung der Leitung“ wird  „Führung und Verpflichtung“. Konkrete Lenkungs- und Führungsarbeit ist also gefragt. Die oberste Leitung muss nicht nur Auskunft zu den Ergebnissen des Qualitätsmanagementsystems geben können, sie hat – so fordert es zumindest die neue Norm – das Managementsystem zielorientiert zu führen. Hierzu sind Zuständigkeiten und Befugnisse klar zu regeln, ist in Prozessen statt in Abteilungen zu denken und ist Verantwortung richtig zu delegieren.

Mitarbeitende sollten dabei so angeleitet und unterstützt werden, dass sie zur Wirksamkeit des QMS beitragen. Hier bedeutet Qualitätsmanagement in gewisser Weise auch Personalentwicklung. Wir helfen Ihnen dabei, notwendige Trainings on, into und off the job durchzuführen und Mitarbeitende motivierend in notwendige Zielfindungs- und Umsetzungsprozesse einzubeziehen.

Christian Tönne

Christian Tönne (Geschäftsführender Gesellschafter – toenne@ecco.de)