Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex – kompakt und fokussiert über Nachhaltigkeit berichten

Es heißt ja immer „Tue Gutes und rede darüber“. Die Kommunikation über Nachhaltigkeitsthemen gewinnt aus mehreren Gründen an Dynamik. Aus unserer täglichen Praxis wissen wir, dass zum Beispiel Zulieferer der Automobilindustrie oder des Lebens­mittel­handels verstärkt nach Nachhaltigkeitsaktivitäten gefragt werden und entsprechend an Geschäftspartner berichten müssen. Darüber hinaus wird die ab dem Geschäftsjahr 2017 geltende CSR-Berichtspflicht für bestimmte große kapitalmarktorientierte Unternehmen, Kreditinstitute und Versicherungsunternehmen zur Folge haben, dass auch kleine und mittelständische Unternehmen mittelbar betroffen sein werden, wenn sie Teil der Lieferkette berichtspflichtiger Unternehmen sind.

Sprich, das Thema Nachhaltigkeitsbericht­erstattung wird für eine Vielzahl von Unternehmen an Bedeutung gewinnen.

Einen handhabbaren Einstieg in die Berichterstattung bietet dabei der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK). Im Jahr 2011 hat der Rat für Nachhaltige Entwicklung – ein Beratungsgremium der Bundesregierung – den DNK mit dem Ziel veröffentlicht, einen branchenübergreifenden Standard für die Berichterstattung unternehmerischer Nachhaltigkeitsleistungen zu schaffen. Für kleine und mittelständische Unternehmen hat der DNK einen gewissen Charme: Er fokussiert mit seinen zwanzig Kriterien aus den Bereichen Strategie, Prozessmanagement, Umwelt und Gesellschaft auf das Wesentliche.

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Bei ecco sind wir der Überzeugung, dass der DNK Unternehmen hilft, fokussiert über Nachhaltigkeit zu berichten und das Thema im Unternehmen zu steuern. Deshalb ist ecco seit Februar offizieller Schulungspartner des DNK und steht Unternehmen, die den DNK anwenden wollen mit Rat und Tat zur Verfügung.

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Benjamin Dietrich (Seniorberater – dietrich@ecco.de)

Berichterstattung: Neue EU Richtlinie zu Nachhaltigkeitsberichterstattung fordert mehr Transparenz

Berichterstattung: Neue EU Richtlinie zu Nachhaltigkeitsberichterstattung fordert mehr Transparenz

Ende Februar 2014 haben sich die EU-Mitgliedsstaaten auf eine Berichtspflicht zur gesellschaftlichen Verantwortung („CSR-Richtlinie“) geeinigt. Im Rahmen ihrer jährlichen Rechnungslegung werden im öffentlichen Interesse stehende Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitenden dazu verpflichtet, ab 2017 eine sog. nichtfinanzielle Erklärung in den Lagebericht aufzunehmen. Ziel der CSR-Richtlinie ist es, die Relevanz, Konsistenz und Vergleichbarkeit offengelegter nichtfinanzieller Informationen zu erhöhen.

Fällt ein Unternehmen unter die Berichtspflicht, sind zu den Themen: Umwelt, soziale Belange, Arbeitnehmerbelange, Achtung der Menschenrechte und die Bekämpfung von Korruption Angaben zur jeweiligen Strategie, zu den erzielten Ergebnissen sowie zu den wesentlichen mit den Themen verbundenen Risiken zu machen. Verschiedene Experten weisen bereits jetzt darauf hin, das auch kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) von der Richtlinie „betroffen“ sein werden. So wird vermutet, dass die CSR-Richtlinie den Trend verstärken wird, dass entlang von Lieferketten Informationen zu CSR-Belangen auch von KMU angefordert werden, ohne dass diese der gesetzlichen CSR-Berichtspflicht unterliegen. In diesem Zusammenhang fordern verschiedene Verbände einen „akzeptierten, freiwilligen Berichtsstandard“ für solche Informationen.

Verweis auf Richtlinie: „Richtlinie 2014/95/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Oktober 2014 zur Änderung der Richtlinie 2413/34/EU im Hinblick auf die Angabe nichtfinanzieller und die Diversität betreffender Informationen durch bestimmte große Gruppen und Unternehmen.“, ABI. L 330/1 v. 15.11.2014

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Karsten Uphoff (Berater – uphoff@ecco.de)